Geländerhöhe: Vorschrift für Balkon und Treppe in allen Bundesländern
In 14 der 16 Bundesländer gilt dieselbe Regel: Ab mehr als 1 m Absturzhöhe ist eine Absturzsicherung Pflicht. Sie muss mindestens 0,90 m hoch sein, bei mehr als 12 m Absturzhöhe 1,10 m. In Rheinland-Pfalz steht das in § 38 LBauO, im Saarland in § 38 LBO. Bayern verlangt eine Sicherung schon ab mehr als 0,50 m und nennt keine feste Höhe, Baden-Württemberg schreibt seit Juni 2025 in § 16 LBO 0,9 m vor. Öffnungen in der Füllung sollen höchstens 12 cm groß sein; Berlin verlangt das für alle Gebäude, mehrere Länder dort, wo mit Kindern zu rechnen ist. Wichtiger als die Zahl selbst ist, wo gemessen wird – daran scheitern in der Praxis die meisten Geländer.
Warum die Zahl allein nicht reicht
„Neunzig Zentimeter" ist schnell gesagt. In der Werkstatt merkt man dann, dass die eigentliche Arbeit woanders liegt. Wir werden regelmäßig zu Geländern gerufen, die auf dem Papier stimmen und in Wirklichkeit zu niedrig sind – nicht weil jemand geschlampt hätte, sondern weil an drei Stellen unterschiedlich gemessen wurde: der Planer über dem Rohboden, der Metallbauer über dem Estrich, der Bauherr über den fertigen Terrassendielen. Zwischen diesen drei Punkten liegen leicht acht Zentimeter.
Dazu kommt, dass die Höhe nur eine von mehreren Anforderungen ist. Ein Geländer, das 110 cm hoch ist, aber waagerechte Streben im Abstand von 15 cm hat, ist für ein Kleinkind gefährlicher als eines mit 90 cm und senkrechten Stäben. Beide Maße gehören zusammen, und in der Praxis ist die Füllung der Punkt, an dem mehr passiert.
Was Sie von dieser Seite mitnehmen sollten: die Zahlen, die üblicherweise gelten, den richtigen Messpunkt und die Fälle, in denen es anders läuft. Was diese Seite nicht leisten kann, ist eine verbindliche Auskunft für Ihr konkretes Bauvorhaben – das kann nur die zuständige Bauaufsicht oder Ihr Planer.
Absturzhöhe: der Wert, von dem alles abhängt
Bevor man über Geländerhöhen redet, muss ein anderer Wert feststehen: die Absturzhöhe. Damit ist der Höhenunterschied zwischen der begehbaren Fläche und dem gemeint, worauf man im Fall eines Sturzes landet. Nicht die Geschosshöhe, nicht die Traufhöhe – der tatsächliche Fallweg.
Eine Absturzsicherung ist in 15 Ländern ab mehr als einem Meter Absturzhöhe Pflicht, in Bayern schon ab mehr als 0,50 m. Eine Terrasse, die 80 cm über dem Garten liegt, kommt meist ohne aus. Bei 1,20 m ist sie erforderlich. Das klingt eindeutig, ist es im Gelände aber selten: Auf einem abschüssigen Grundstück liegt dieselbe Terrasse an einer Ecke bei 70 cm und an der anderen bei 1,30 m. Dann braucht ein Teil der Kante eine Sicherung und ein anderer nicht – gestalterisch meist unbefriedigend, weshalb wir in solchen Fällen fast immer dazu raten, durchgehend zu sichern.
Ab einer bestimmten Absturzhöhe steigt die geforderte Geländerhöhe: Bei mehr als zwölf Metern verlangen fast alle Länder 110 cm statt 90. Für Ein- und Zweifamilienhäuser spielt das praktisch keine Rolle, für Mehrfamilienhäuser ab dem vierten Obergeschoss sehr wohl. Die genaue Formulierung steht in der Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes und weicht im Detail ab, siehe die Tabelle unten.
Die Maße im Überblick
| Absturzsicherung erforderlich | ab mehr als 1 m Absturzhöhe (Bayern: ab mehr als 0,50 m) |
|---|---|
| Geländerhöhe Standard | mindestens 90 cm bis 12 m Absturzhöhe |
| Geländerhöhe bei großen Absturzhöhen | 110 cm ab mehr als 12 m Absturzhöhe |
| Fensterbrüstung | 80 cm, über 12 m Absturzhöhe 90 cm |
| Lichter Abstand der Füllung | höchstens 12 cm, in jede Richtung gemessen; wir halten das überall ein |
| Handlaufhöhe | üblicherweise 80–115 cm, je nach Nutzung |
| Messpunkt | ab fertiger begehbarer Oberfläche; bei Treppen senkrecht über der Stufenvorderkante |
| Treppenmaße | DIN 18065: 2 × Steigung + Auftritt = 59–65 cm |
Diese Werte sind der Rahmen, in dem sich fast jedes Wohngebäude bewegt. Abweichungen gibt es bei Sonderbauten, Arbeitsstätten, Schulen und Kindertagesstätten – dort können strengere Anforderungen gelten. Wer eine Kita, eine Praxis oder eine gewerbliche Anlage plant, sollte das nicht nach Faustregeln entscheiden.
Geländerhöhe je Bundesland
Die Musterbauordnung (§ 38 MBO) gibt den Rahmen vor, die Länder übernehmen ihn mit Abweichungen. Spalte „Kinder“: was die Bauordnung zum Überklettern und zu Öffnungen sagt. Ein Strich heißt, die Bauordnung enthält dazu keine eigene Regel; für Treppen gilt dann die DIN 18065.
| Baden-Württemberg | § 16 LBO (seit 28.06.2025, vorher § 3 LBOAVO). Sicherung ab mehr als 1 m, Höhe 0,9 m, bei mindestens 0,2 m tiefem oberem Abschluss 0,8 m. Kinder: Überklettern allgemein erschweren; wo Kinder bis sechs Jahre zu erwarten sind, waagerechte Öffnungen bis 0,6 m Höhe höchstens 2 cm (nicht in Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2 und nicht in Wohnungen). |
|---|---|
| Bayern | Art. 36 BayBO. Sicherung ab mehr als 0,50 m, keine feste Höhe („ausreichend hoch und fest“). Kinder: bei unbeaufsichtigten Kleinkindern kein erleichtertes Über- oder Durchklettern (nicht in Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2 und nicht in Wohnungen). |
| Berlin | § 38 BauO Bln. Ab mehr als 1 m, 0,90 m, über 12 m 1,10 m. Kinder: für alle Gebäude Öffnungen höchstens 12 cm, Überklettern erschwert. |
| Brandenburg | § 38 BbgBO. Ab mehr als 1 m, 0,90 m, über 12 m 1,10 m. Kinder: – |
| Bremen | § 38 BremLBO. Ab mehr als 1 m, 0,90 m (Arbeitsstätten 1,00 m), über 12 m 1,10 m. Kinder: wo Kinder üblich sind, Öffnungen höchstens 12 cm, waagerechte Zwischenräume bis 0,50 m Höhe höchstens 2 cm. |
| Hamburg | § 38 HBauO (seit 2026, vorher § 36). Ab mehr als 1 m, 0,90 m, über 12 m 1,10 m. Kinder: – |
| Hessen | § 41 HBO. Ab mehr als 1 m, 0,90 m (Arbeitsstätten 1 m), über 12 m 1,10 m. Kinder: in Gebäuden mit Kindern Öffnungen höchstens 12 cm, Überklettern nicht erleichtert. |
| Mecklenburg-Vorpommern | § 38 LBauO M-V. 0,90 m, über 12 m 1,10 m. Kinder: – |
| Niedersachsen | § 4 DVO-NBauO. Ab mehr als 1 m, 0,90 m, über 12 m 1,10 m. Kinder: wo sich Kinder aufhalten, Öffnungen höchstens 12 cm, Überklettern nicht erleichtert. |
| Nordrhein-Westfalen | § 38 BauO NRW. Ab mehr als 1 m, 0,90 m, über 12 m 1,10 m. Kinder: – |
| Rheinland-Pfalz | § 38 LBauO. Ab mehr als 1 m, 0,90 m, über 12 m 1,10 m; Fensterbrüstungen 0,80 m bzw. 0,90 m. Kinder: – |
| Saarland | § 38 LBO. Ab mehr als 1 m, 0,90 m, über 12 m 1,10 m. Kinder: in Gebäuden, in denen in der Regel mit Kindern zu rechnen ist, Öffnungen höchstens 12 cm, Überklettern nicht erleichtert. |
| Sachsen | § 38 SächsBO. Ab mehr als 1 m, 0,90 m, über 12 m 1,10 m. Kinder: – |
| Sachsen-Anhalt | § 37 BauO LSA. Ab mehr als 1 m, 0,90 m, über 12 m 1,10 m. Kinder: – |
| Schleswig-Holstein | § 38 LBO. Ab mehr als 1 m, 0,90 m, über 12 m 1,10 m. Kinder: – |
| Thüringen | § 41 ThürBO. Ab mehr als 1 m, 0,90 m, über 12 m 1,10 m. Kinder: – |
Stand: Oktober 2026, zusammengestellt aus Auszügen der Landesbauordnungen und Gesetzesportalen; nicht jede Zeile ist am amtlichen Originaltext gegengelesen. Maßgeblich ist die jeweils geltende Fassung; für Ihr Bauvorhaben entscheidet im Zweifel die Bauaufsicht.

Der Messpunkt: hier gehen die meisten Zentimeter verloren
Gemessen wird von der fertigen begehbaren Oberfläche bis zur Oberkante des Geländers. Zwei Worte in diesem Satz sind entscheidend, und beide werden regelmäßig übersehen.
„Fertig" heißt: mit allem, was noch draufkommt. Estrich, Fliesen, Abdichtung, Gefälledämmung, Terrassendielen auf Stelzlagern. Wer beim Aufmaß auf dem Rohboden steht und 90 cm anzeichnet, hat nach dem fertigen Bodenaufbau möglicherweise nur noch 82. Bei Balkonsanierungen ist das der häufigste Fehler überhaupt, weil dort oft ein neuer Aufbau auf den alten kommt und die Fläche dadurch steigt. Wir fragen deshalb beim Aufmaß immer nach dem geplanten Bodenaufbau – und wenn er noch nicht feststeht, warten wir mit der Fertigung.
„Oberkante des Geländers" heißt: die tatsächlich oberste Kante des Bauteils, nicht die Oberkante des tragenden Rahmens. Wenn ein Handlauf aufgesetzt wird, zählt dessen Oberkante mit. Das kann helfen – ein aufgesetzter Handlauf bringt zusätzliche Höhe – oder es führt zu Verwirrung, wenn der Handlauf seitlich angesetzt ist und die Oberkante deshalb tiefer liegt als gedacht.
Bei Treppen kommt eine Besonderheit dazu. Die Höhe wird senkrecht über der Stufenvorderkante gemessen, nicht über der Stufenmitte. Da die Treppe schräg läuft, ist der Abstand zum Geländer über der Vorderkante am kleinsten. Wer über der Mitte misst, liegt je nach Auftritt zwei bis drei Zentimeter zu günstig und unterschreitet das geforderte Maß, ohne es zu merken. Das ist einer der Punkte, an denen sich zeigt, ob ein Betrieb Treppengeländer regelmäßig baut oder gelegentlich. Mehr zur Ausführung steht im Ratgeber Treppengeländer innen und außen.
Lichte Weite: die 12 Zentimeter, die wirklich zählen
Die zweite Kernanforderung betrifft die Füllung. Der lichte Abstand – also der freie Raum zwischen zwei Bauteilen, nicht der Achsabstand – darf höchstens 12 cm betragen. Der Hintergrund ist der Kinderschutz: Ein Kleinkind soll weder hindurchrutschen noch mit dem Kopf steckenbleiben können. Vorgeschrieben ist das Maß in Berlin für alle Gebäude, in Bremen, Hessen, Niedersachsen und im Saarland dort, wo mit Kindern zu rechnen ist, und für Treppen in der DIN 18065. Wir bauen es überall so.
Drei Dinge werden dabei regelmäßig falsch gemacht. Erstens wird der Achsabstand statt der lichten Weite gemessen. Die lichte Weite ist der freie Abstand zwischen den Stäben, das Achsmaß der Abstand von Stabmitte zu Stabmitte – es gilt also: lichte Weite = Achsmaß minus Stabdicke. Wer 12 cm lichte Weite einhalten will, muss das Achsmaß um die Stabdicke größer wählen, bei 12 mm starken Stäben also rund 13,2 cm von Mitte zu Mitte teilen. Wer umgekehrt 12 cm im Achsmaß teilt, landet bei nur rund 10,8 cm lichter Weite – auf der sicheren Seite, aber mit mehr Material als nötig. Deshalb sollte im Angebot stehen, welches der beiden Maße gemeint ist, sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen.
Zweitens wird der Spalt unten vergessen. Zwischen der Unterkante der Füllung und dem Boden bleibt bei vielen Geländern eine Lücke, damit Wasser ablaufen kann und die Reinigung leichter fällt. Auch dieser Spalt ist ein lichter Abstand und unterliegt derselben Anforderung. Wir sehen bei Sanierungen regelmäßig Geländer, deren Stababstände tadellos sind und die unten 18 cm Luft haben.
Drittens gilt das Maß in jede Richtung. Bei einer schrägen Treppenfüllung ist der Abstand entlang der Schräge größer als in der Waagerechten. Gemessen wird dort, wo eine Kugel durchpassen würde, nicht dort, wo es günstig aussieht.
Für Ihre eigenen Maße prüft unser Konfigurator Höhe, lichte Weite und den Spalt unten automatisch und zeigt das Ergebnis neben der Zeichnung.
Waagerechte Füllung: was erlaubt ist und was wir bauen
Es gibt einen Punkt, an dem Normerfüllung und Sicherheit auseinanderlaufen. Eine Füllung aus waagerechten Rohren mit 12 cm Abstand hält das Abstandsmaß ein und ist trotzdem eine perfekte Leiter für ein dreijähriges Kind. Zwei Sprossen genügen, um über eine 90 cm hohe Brüstung zu kommen.
Ein allgemeines Verbot waagerechter Füllungen gibt es nicht. Mehrere Länder verlangen aber, dass Geländer Kindern das Überklettern nicht erleichtern: das Saarland, Hessen, Niedersachsen und Bremen dort, wo mit Kindern zu rechnen ist, Berlin und Baden-Württemberg für alle Umwehrungen. Bremen und Baden-Württemberg nennen sogar Zahlen: Im unteren Bereich dürfen waagerechte Zwischenräume höchstens 2 cm groß sein. Für Treppen in Gebäuden mit unbeaufsichtigten Kleinkindern verlangt die DIN 18065 dasselbe. Die Landesbauordnung von Rheinland-Pfalz enthält keine solche Regel.
Wir halten es so: Wo Kinder zu erwarten sind, bauen wir keine Füllung, die als Leiter taugt. Wo keine Vorschrift greift und ein Bauherr die waagerechte Optik ausdrücklich möchte, bauen wir sie, schreiben die Klettergefahr aber ins Angebot. Wer die Optik ohne das Risiko möchte, bekommt sie anders: über Lochblech mit horizontaler Schlitzung, über eine Glasfüllung mit waagerechtem Handlauf oder über eine geschlossene Füllung bis mindestens 70 cm Höhe, die Berlin, Hamburg und Niedersachsen in ihren Auslegungshilfen als ausreichende Erschwernis nennen.
Dasselbe gilt für alles andere, was als Tritt dienen kann: querlaufende Sockelbleche in mittlerer Höhe, breite Zwischenriegel, aufgesetzte Blumenkästen. Ein Geländer ist keine Kletterwand, und diese Bewertung nimmt niemand vor, der nur die Maße prüft.

Sonderfälle, die häufiger vorkommen als gedacht
Französischer Balkon. Eine Absturzsicherung vor einer bodentiefen Tür hat exakt dieselbe Aufgabe wie eine Brüstung und wird auch so beurteilt. Gemessen wird ab Oberkante des fertigen Fußbodens im Raum. Der typische Fehler: Die Sicherung wird außen an der Fassade befestigt, dort aber zu tief angesetzt, sodass die geforderte Höhe über dem Innenfußboden nicht erreicht wird.
Fensterbrüstungen. Bei bodentiefen oder sehr niedrigen Fenstern übernimmt entweder die Brüstung selbst oder eine zusätzliche Sicherung diese Funktion. Auch eine absturzsichernde Verglasung ist möglich, dann greifen die Anforderungen der DIN 18008 an Glas im Bauwesen – was Glas gegenüber Edelstahl bedeutet, steht im Vergleich von Edelstahl- und Glasgeländer.
Galerien und Emporen im Haus. Innen gelten dieselben Grundsätze wie außen. Weil dort häufig Glas eingesetzt wird und die Fläche größer ist, wird die Frage nach lichter Weite und Kletterhilfen umso wichtiger.
Podeste und Zwischenabsätze an Außentreppen. An der Übergangsstelle vom schrägen Lauf zum waagerechten Podest ändert sich der Bezugspunkt. Genau dort entstehen die typischen Unterschreitungen, weil das Geländer sonst einen Knick bekäme. Sauber gelöst wird das mit einer durchlaufenden Führung, die beide Höhen einhält – Details dazu im Ratgeber zur Außentreppe aus Stahl.
Altbau und Bestandsschutz: was gilt für vorhandene Geländer?
Eine Frage, die uns fast wöchentlich gestellt wird: „Mein Balkongeländer ist 85 Zentimeter hoch – muss ich das jetzt ändern?" Die vorsichtige Antwort lautet: in der Regel nicht, solange nichts wesentlich verändert wird. Bestehende Bauteile genießen üblicherweise Bestandsschutz, wenn sie zum Zeitpunkt ihrer Errichtung zulässig waren. Sobald aber saniert, umgebaut oder das Geländer ohnehin ersetzt wird, gelten die aktuellen Anforderungen. Wo genau die Grenze zwischen Instandhaltung und wesentlicher Änderung verläuft, entscheidet die Bauaufsicht und nicht der Metallbauer.
Unabhängig von der Rechtslage sagen wir Bauherren ehrlich, was wir davon halten. Ein Geländer mit 85 cm Höhe und 15 cm Stababstand ist auch dann ein Risiko, wenn es formal bleiben darf – vor allem, wenn Kinder im Haus sind oder jemand mit Rollator unterwegs ist. Oft lässt sich mit überschaubarem Aufwand nachbessern: ein aufgesetzter Handlauf bringt Höhe, eine eingesetzte Füllung reduziert die lichte Weite. Ob das im Einzelfall besser ist als ein Neubau, hängt vom Zustand der vorhandenen Befestigung ab, und die schauen wir uns vor Ort an.
Wovon wir abraten: von improvisierten Lösungen. Netze, Plexiglasplatten und angeschraubte Latten mögen kurzfristig helfen, halten aber weder Wind noch Belastung dauerhaft stand und sehen nach zwei Jahren entsprechend aus. Wenn das Geländer zu niedrig ist, sollte es richtig gelöst werden.
Was wir beim Aufmaß prüfen
- Absturzhöhe an mehreren Punkten. Vor allem bei Gelände mit Gefälle, wo die Anforderung entlang der Kante wechseln kann.
- Geplanter Bodenaufbau. Estrich, Abdichtung, Belag – erst daraus ergibt sich die Nulllinie für die Höhe.
- Befestigungsuntergrund. Beton, Ziegel, Estrich auf Dämmung. Was trägt, entscheidet über Pfostenteilung und Ankertyp.
- Nutzung. Kinder im Haus, Mietwohnung, gewerbliche Nutzung – daraus ergeben sich Füllungsart und gegebenenfalls strengere Anforderungen.
- Anschlusspunkte. Übergänge zu Treppe, Podest, Hauswand und benachbarten Geländern, damit keine Lücken entstehen.
- Fertigung und Montage. Konstruktion, Schweißen nach DIN EN 1090, Oberfläche, Verankerung und abschließende Kontrolle der Maße.
Woran Sie ein gutes Angebot erkennen
- Geländerhöhe als Zahl im Angebot, mit Angabe des Bezugspunkts
- Lichte Weite der Füllung benannt, nicht nur „normgerecht"
- Aussage zum unteren Spalt zwischen Füllung und Boden
- Füllungsart beschrieben, mit Hinweis, dass keine Kletterhilfen entstehen
- Berücksichtigung des fertigen Bodenaufbaus, nicht des Rohbaumaßes
- Befestigungsart und Ankertyp genannt
- Fertigung nach DIN EN 1090 mit Konformitätserklärung
- Aufmaß vor Angebotsabgabe, nicht danach
Hinweis: allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die jeweils gültige Landesbauordnung und die geltenden Normen; für Ihr Bauvorhaben verbindlich ist die Auskunft Ihres Planers oder der zuständigen Bauaufsicht.
Geländer, das Höhe und Abstände sicher einhält. Wir kommen zum Aufmaß, berücksichtigen den fertigen Bodenaufbau und rechnen Ihnen einen Festpreis.
Kostenloses Angebot anfordern






